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Die Kraft der Kräuter Seit Urzeiten werden Wildpflanzen als Nahrungsmittel, als Heilmittel und für rituelle Zwecke verwendet. Einst waren die Rituale des Ernährens und Heilens die Domäne der Frau und Mutter, der Hüterin des Lebens. Und das Wissen um die Heilkraft der Pflanzen wurde von Generation zu Generation mündlich weitergegeben. Jahrhundertealte
Rezepte für Tees, Öle und Bäder werden heute nicht mehr einfach als
Zauber und Aberglaube abgetan. Wissenschaftliche Untersuchungen
bestätigen mittlerweile ihre Wirkung. Natürlich heilen heißt jedoch, an
die Selbstheilungskraft des Körpers glauben. Dabei sollten die Pflanzen
und das Wasser den Organismus anregen, sich verstärkt gegen die Krankheit
zu wehren.
"Alle
Wiesen und Matten,
Auf die Zubereitung kommt es an! Der Aufguss (Tee) Blätter und Blüten werden mit kochendem Wasser überbrüht, man lässt sie im bedeckten Gefäß 5 bis 10 Minuten ziehen. Danach durch ein Sieb abgießen. Einige Pflanzen werden mit heißem Wasser übergossen und müssen länger ziehen. Warmen Aufguss schluckweise trinken. Die Abkochung Man setzt zerkleinerte Pflanzenteile - meist Rinde oder Wurzel - mit kaltem Wasser an und erhitzt sie langsam (15 bis 30 Minuten); nicht länger als 5 Minuten kochen. Der Kaltauszug Wenn die Wirkstoffe der Pflanze keine Hitze vertragen, setzt man Pflanzenteile kalt an und lässt sie 5 bis 12 Stunden in einem bedeckten Steingut- oder Porzellangefäß stehen. Nach dem Abseihen soll der Kräuterrückstand nicht ausgedrückt werden, damit die in einigen Kräutern enthaltenen Schadstoffe nicht in den Auszug gelangen. Die wichtigen Bestandteile sind ohnehin schon in der Flüssigkeit gelöst. Der Extrakt und die Tinktur Tinkturen sind konzentrierte Pflanzenauszüge, die mit 70prozentigem Alkohol hergestellt werden. Als Extrakte bezeichnet man eingedickte Auszüge aus frischen oder getrockneten Pflanzen oder eingedickte Pflanzensäfte. Beides sollte man nicht selbst herstellen, sondern in der Apotheke kaufen. Das Öl In Öl eingelegte Kräuter verwendet man meist zum Einreiben. Auf 1 Teil Pflanzen werden 5 Teile Pflanzenöl (Weizenkeim-, Soja-, oder Olivenöl) gegeben und an einem kühlen, abgedunkelten Ort gelagert. Die Flasche wird luftdurchlässig verschlossen. Nach dem Abgießen durch einen Leinentuch oder einen Filter ist das Öl verwendungsfähig. Nur getrocknete Pflanzen in Öl einlagern. |
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