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03.05.1999 - 16.05.1999
Dominikanische Republik
Hauptstadt:
SANTO DOMINGO
"Wir haben den Eingang zum Paradies gefunden", so urteilte Christopher Kolumbus, nachdem er 1492 zum erstenmal den Boden Hispaniolas betrat, jener Insel, von der etwa zwei Drittel die Dominikanische Republik ausmacht. Er stieß auf eine der vielfältigsten Landschaften der Westindischen Inseln mit Kaffeeplantagen, Kakaobäumen, Bergen und schönsten kilometerlangen Traumstränden mit weißem Sand und nahezu endlos scheinenden Palmenhainen. Das Meer ist türkisfarben oder tiefblau, die vorgelagerten Korallenriffe bieten die bunte Unterwasserwelt der Karibik. Aufgrund der bewegten Geschichte des Landes ist die Zusammensetzung der Bevölkerung bunt gemischt. Es gibt Weiße, Schwarze und Mestizen. Die meisten Menschen leben in sehr ärmlichen Verhältnissen, sind aber Fremden gegenüber sehr höflich und freundlich. Es wird gerne und viel getanzt. Der populäre und mittlerweile weltberühmte "merengue" dominiert die Musik in der Dominikanischen Republik. Auch moderne Kunst, vor allem farbenfrohe naive Malerei wird gepflegt. Die römisch-katholische Kirche ist im Land das einflussreichste. Von zunehmend negativem Einfluss und zahlenmäßig wachsend sind die aus Nordamerika eingeführten Sekten. Der Voodoo-Kult spielt überall dort eine Rolle, wo haitianische Einwanderer leben, vor allem also in der Regionen des Zuckerrohranbaus im Landesinneren des Ostens.
Die Hauptstadt Santo Domingo ist die älteste Stadt des amerikanischen Kontinents. Hier begann die Kolonisation von Süd- und Mittelamerika. Auch wenn man die damaligen Ereignisse mittlerweile kritisch betrachtet und Kolumbus weniger als Held, sondern eher als Verursacher eines riesigen Völkermordes betrachtet, der beinahe die gesamte amerikanische Urbevölkerung ausgerottet hätte, ist der Entdecker vor allem in der Hauptstadt allgegenwärtig. Zahlreiche alte Gebäude zeugen eindrucksvoll von der Zeit, als dieser Ort noch Mittelpunkt der amerikanischen Welt war. Alcázar de Colón
1510 ließ Don Diego von 1500 indianischen Zwangsarbeitern den heute fast klein wirkenden gotisch-maurischen Palast erbauen. Als Werkzeuge wurde nur Säge, Meißel und Hammer benutzt - kein einziger Nagel wurde verwendet.
Catedral de Santa Maria la Menor Sie ist die erste Kathedrale, die in der "Neuen Welt" gebaut wurde. Der Grundstein wurde 1514 vom Sohn Christoper Kolumbus´, Diego Colón, gelegt. Im Seitenschiff der Kapelle reihen sich etwa 15 kleine Kapellen aneinander mit teilweise sehr wertvollen Altäre.
Im Jahre 1877 fand man in dieser Kathedrale das Grab von Christoph Kolumbus. Der Sarkophag wurde nach Bau des Faro in diesen überführt.
Faro de Colón Dieser Multimillionsdollar-Leuchttum wurde 1992 errichtet um den 500. Jahrestag von Landung Columbus 1492 zu gedenken. Das aus verstärktem Beton mit Marmorplatten verkleidete Bauwerk breitet sich der riesige Faro a Colón in Form eines überdimensionalen liegenden Kreuzes östlich des Stadtzentrum von Santo Domingo aus. Das Monument ist 240 m lang, 34 m breit und 46 m hoch. Es ist ein eindrucksvolles Nachtschauspiel, wenn die 157 Laserstrahlen das große Kreuz auf dem Himmel reflektieren. Wegen des hohen Energieaufwandes (350.000 Watt) soll jedoch in bestimmten Stadtteilen das Licht ausgehen.
Dieses Monument beherbergt heute die Urne mit den sterblichen Überresten Christopher Kolumbus´. Im innern des Faro sind 6 Museen sowie 1 Bibliothek untergebracht.
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