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01.02.2003
- 23.02.2003
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Demokratische Sozialistische Republik SRI LANKA |

Hauptstadt:Colombo
Sprache: Singhalesisch, Tamil, Englisch
Fläche: 65 610 qkm
Bevölkerungszahl: 21 800 000 (´02)
Klima: Tropisches Klima
Religion: 69% Buddhisten, 15% Hindus, 8% Moslems, 7% Christen
Währung: 1 Sri Lanka Rupie = 100 Sri Lanka Cents
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Ayubovan!
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Wer kennt sie nicht, die kleine Perle
Sri Lanka im Indischen Ozean an der Südspitze
Indiens gelegen? Ein eigener Staat, so groß wie etwa Bayern. Vor 1972 hieß
diese Insel noch "Ceylon", was alle Teetrinker kennen dürften. Übersetzt
heißt Sri Lanka "die Leuchtende, die Strahlende". Einstmals war die Insel mit Indien verbunden und
auch heute ist die engste Stelle die Sri Lanka und Indien trennen, nur 36 km
breit. Entsprechend seiner Insellage in Äquatornähe herrscht in Sri Lanka
tropisches Monsunklima.
Was die Insel so bezaubernd macht ist die tropische Schönheit ihrer Natur,
die Freundlichkeit und Offenheit vieler ihrer Bewohner, einer fast kindlich
anmutenden Naivität. Es ist ein Land voller Kultur.
Anuradhapura
war Sri Lankas
erste Hauptstadt und wird aufgrund des dort verehrten heiligen
Bodhi-Baumes auch als heiliger Ort angesehen. Die Stadt liegt in dem
trockensten Gebiet der Insel. Drei im 1. Jh. v. Chr. angelegte Wewas (Wasserreservoirs) sorgten für die Bewässerung des sehr trockenen
Landes und für Trinkwasser in der Stadt. Die Stadt selber ist sehr
auseinandergestreckt und auch die zahllosen Sehenswürdigkeiten liegen oft
weit auseinander.
Die auffälligsten Bestandteile buddhistischer Architektur in Sri Lanka sind
die Dagobas, in anderen Ländern Stupas
genannt. Sie sind meistens glocken- oder halbkugelförmig. Die
Einzelelemente der Dagoba vermitteln jeweils eine symbolische Botschaft:
der Kota ("Turm"), Sat
("Schirm"), Hataraes Kotuwa
("Quadratische Umkleidung"), Devata Kotuwa ("Umschließung
der Götter"), Tun-Mal Pesawa
("die dreistöckigen Ornamente").
Die Gläubigen umrunden die Dagoba und die darin befindliche Reliquie im Uhrzeigersinn,
ein Ritual, das die Bewegung der Himmelskörper umeinander symbolisiert.

Polonnaruwa
eine jahrhundertlang im Urwald verschollene Königsstadt war die zweite
glanzvolle Hauptstadt des singhalesischen Reiches.
Beträchtliche Reste an Architektur, Skulptur und Malerei macht
Polonnaruwa heute zu einer der interessantesten Ruinenstätten des Landes. Dalada
Maluwa ist ein in sich geschlossener Bezirk. Auf einer
Terrasse stehen mehrere Gebäude, von denen einige zeitweise die Heilige
Zahnreliquie beherbergten.
Hier auch befindet sich der berühmte und wohl der schönste Mondstein Sri
Lankas.
Er ist ein häufiger Bestandteil von Tempelanlagen. Ein halbkreisförmiger,
flacher Stein ist als eine Art
Schutzstein von Treppenaufgängen oder Schwellen
platziert. Die Mondsteine sind mit zahlreichen Ornamenten geschmückt,
die alle eine symbolische Bedeutung haben: In der Mitte befindet sich eine
Lotusblume, das Symbol des Buddhas; um diese herum winden sich Reihen mit
verschieden Motiven, die die "Vier Gefahren des Lebens"
darstellen: Elefanten (Geburt), Ochse (Verfall), Löwe (Krankheit) und
Pferd (Tod). Die Wildgänsen symbolisieren das Unterscheiden von Gut und
Böse, da sie es mit ihren Schnäbeln zustande bringen, den Rahm von der
Milch zu trennen.
Felsentempel Gal Vihara ist die wahrscheinlich bedeutendste Sehenswürdigkeit der
Stadt. Hier können vier monumentalen aus dem Felsen herausgehauenen
Buddhastatuen, die heute unter freiem Himmel stehend betrachtet werden. Die
größte Figur ist mit einer Länge von 14 m die des liegenden Buddhas,
der gerade ins Nirvana eingeht. Die 7 m hohe Figur neben Buddhas Haupt
handelt wohl um seinen Lieblinsjünger, den Ananda, der anwesend bei
seinem Tod war.
In einer in den Felsen getriebenen Grotte befindet sich die 1,50 m hohe Figur eines
sitzenden Buddha, dessen hoher Thron mit Löwenreliefs und Blütenornamenten
friesartig verziert ist. Die vierte Figur, ein meditierender Buddha, ist 5
m hoch und lehnt an der reich mit Makara-Bogen geschmückten Felswand.
Sigiriya Der
mächtige Felsen von Sigiriya erhebt sich 200 m hoch jäh aus einer Ebene,
die von Wäldern und Seen umgeben ist. Der Aufstieg verlangt von den
Besuchern einige Kondition ab. Der Weg steigt über Treppen allmählich an
und führt zu einer engen Wendeltreppe. Nahe dem Fuß dieser Treppe findet
man die 3 m hohe und 19 m lange Mirror Wall
("Spiegelwand"), die ihren Namen aus der Tatsache bezieht, dass
sich die hier einst vorhandenen Fresken auf der Felswand in der
geglätteten Oberfläche der gegenüberliegenden ockerfarbenen Mauer
spiegelten. Diese Mauer ist mit zahlreichen, noch gut erhaltenen
Inschriften bedeckt. Die Graffitis wurden von Besuchern (7. bis 12. Jh.) mit Metallstiften
eingeritzt und
preisen in poetischer Form die Schönheit der barbusigen
Frauen auf den Fresken.
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Folgt man der Wandeltreppe weiter nach oben gelangt man zu den aus dem 5.
Jh. stammenden Gemälden. Sie zeigen 19 weibliche Wesen, die nur ab der
Hüfte zu sehen sind, während der untere Teil der Körper in angedeuteten
Wolken schwebt; was ihnen den landläufigen Namen "Wolkenmädchen von Sigiriya" eingetragen hat. |
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Von der Spiegelgalerie führt nun ein Weg am Felsen entlang zum
sogenannten Löwenplateau, dem Eingang des alten Königspalastes. Das Eingangstor wird
von zwei Löwenpranken flankiert. Die Oberfläche des Felsens ist von den
Ruinen der seit dem 6. Jh. zerstörten Palastanlagen überdeckt. Der phänomenale
Ausblick auf die wunderschöne Landschaft und die Lustgärten die sich
unterhalb des Felsen befinden, entschädigen den qualvollen Aufstieg.
Dambulla
Zu den
wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Zentral-Region gehört der grandiose
Höhlentempel-Komplex in Dambulla. Der Granitfels ist ca. 170 m hoch und
beherbergt in etwa 110 m Höhe insgesamt fünf Höhlentempel.
Die erste der Höhlen: Devaraja Vihara ("Tempel
des Gott-Königs") enthält eine 14 m lange Figur des liegenden
Buddhas.
Die zweite Höhle, Maha Raja Vihara ("Tempel
des großen Königs"), ist die größte und die beeindruckendste. Sie
enthält 66 aneinandergereihte Buddhastatuen aus verschiedenen Zeiten.
Die dritte Höhle, Maha Alut Vihara
("großer neuer Tempel"), enthält ebenfalls etwa 50 Figuren.
In der vierten Höhle soll die Königin Somavathi beigesetzt worden sein; Höhle
Nr. 5 enthält einige Buddha- wie auch hinduistische Statuen.
Kandy die
viertgrößte Stadt des Landes und der kommerzielle und touristische
Drehpunkt der Zentralregion. Kaum ein Sri Lanka-Besucher wird den Ort
auslassen. Zwar ist Kandy längst nicht so großartig wie immer
dargestellt, dennoch ist es ein guter Ausgangspunkt für zahlreiche
lohnenswerte Ausflüge in die Umgebung.
Am Südwestrand der Stadt breitet sich der idyllische, künstlich angelegte
See, der auf den Uferstraßen bequem umwandert werden kann. An der
Nordostseite des Kandy Lake gelegen ist eines der herausragenden
Heiligtümer des Landes, der Zahntempel - Dalada
Maligawa. Hier wird der linke obere Eckzahn des Buddhas
aufbewahrt, der seinerzeit von einer Prinzessin im Haar versteckt und
übers Meer transportiert wurde. Das Reliquiar besteht aus sieben jeweils
ineinanderpassenden, dagobaförmigen goldenen Behältern, die mit Perlen
und Edelsteinen besetzt sind. Der Zahn wird allerdings nur bei einer
besonderen Feierlichkeit gezeigt, die alle vier Jahre stattfindet.
Der auffälligste Teil des Tempels ist jedoch der achteckige, turmähnliche
Anbau, der Pattirippuwa, der heute
eine Bibliothek mit wertvollen alten Palmblatt-Manuskripten beherbergt.

In
unmittelbarer Nähe von Kandy befindet sich der schönste und umfassendste
Botanischer Garten in Asien. Er wurde ursprünglich von einem Sinhala-König
als Lustgarten errichtet und von den Briten erweitert. Er ist 60 Hektar
groß und beherbergt eine erstaunliche Vielfalt an Pflanzenarten.
Nuwara Eliya (Nureliya)
befindet sich auf
einer Höhe von 1890 m und ist damit die höchstgelegene Stadt Sri Lankas.
Wegen ihres gemäßigten Klimas ist die höchstgelegene Stadt ein
beliebter Zufluchtsort für Menschen aus dem feucht-schwülen Südwesten,
besonders während der heißen Jahreszeit. Die Temperaturen überschreiten
hier nur selten 25°C, und die
Luft ist trocken und frisch.
Engländer waren es, die damals in der kühlen Höhe dieses unbesiedelten
Hochlandtales einen Kurort anlegten. Die Gebäude, die die Park- und Gartenlandschaft beleben, zeigen
teils schönsten und reinsten englischen Kolonialstil. Beachtenswert ist das Postamt mit einem hübschen Uhrturm.
Teeplantagen
bestimmen auch heute noch das Bild der phantastischen Berglandschaft
ringsum.
Grüppchenweise ziehen mehrmals am Tag die Teepflückerinnen in ihren bunten Saris ins
Gelände. Um die Stirn haben sie einen Sack oder Korb gebunden, der über
den Rücken
herunterhängt, in der Hand einen langen, geraden, dünnen Stock, um die
Hüften meist eine Schürze aus einem alten Plastiksack. Mit dem Stock
markiert die Frau den Bereich der Hecke, an dem sie gerade pflücken will,
und schiebt ihn mit fortschreitender Arbeit weiter. Es werden nur die
Knospe und die obersten beiden Blätter der Teezweige flink abgerissen und
zielsicher in den Behälter auf ihrem Rücken geworfen. An der
Sammelstelle wird der Sack entleert, die Menge gewogen und der Betrag
aufgeschrieben. Der Tageslohn einer Teepflückerin entspricht dem
Gegenwert von ca. 3 kg Reis.
In der Teefabrik werden Teeblätter getrocknet, zerkleinert und fermentiert. Nach dem
Trockenvorgang, wo die rotbraunen Krumen bei mind. 85°C geröstet werden,
und der Aussiebung durch Schüttelsiebe wird der fertige Tee nach verschiedenen
Qualitäten klassifiziert.
Galle
Die dominierende
Lage am Südwestzipfel der Insel war schon vor über zwei Jahrtausenden
ein bedeutender Handelsposten. Doch Felsblöcke, Untiefen und Korallenriffe
erschweren die Einfahrt in die Bucht.
Das vielsagendeste Stadtviertel in Galle ist das holländische Fort. Die
Wälle der Befestigungsanlagen, eine beliebte Promenade,
folgen der Küstenlinie und
schließen auf der Landseite der Halbinsel vom Hinterland ab. Schöne
Aussichten aufs Meer bietet eine der elf Bastionen, die am weitesten
südlich gelegen ist. Zu den interessantesten Objekten gehören der Leuchtturm und die alte katholische
Kirche, die von den Moslems übernommen wurde. An ihr wurden alle christlichen
Symbole durch die der moslemischen ersetzt. Sie beherbergt nun einen islamischen
Kollege und zwei Moscheen.
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