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Die Weinrebe ist die am stärksten zuckersammelnde Obstpflanze der Welt.
Zwischen 15 und 25 Prozent des Traubensaftes besteht aus vergärbarem Zucker.
Dadurch eignet sich die Rebe mehr als andere Obstpflanzen zur Weinerzeugung. Die Rebe ist eine der zähesten, genügsamsten und anpassungsfähigsten
Pflanzen. Sie wächst ebenso auf kargen, nährstoffarmen Böden wie unter
extremen Temperaturbedingungen. Die Traube ist die Frucht der Weinrebe. An ihrem Stielgerüst (auch Kamm oder Rappen genannt) sitzen im Herbst 80 bis 150 Beeren, entsprechend der Größe der Traube. Diese variiert von Sorte zu Sorte. Eine Beere besteht zu 90 Prozent aus Wasser. Die restlichen 10 Prozent bewirken, dass ein edles Getränk aus ihr wird.
Der Weinbauer erntet Trauben, braucht aber nur deren Beeren. Rote Trauben werden, kaum dass die Trauben am Weingut angekommen sind, sofort entrappt. Das heißt: die Beeren werden vom Stielgerüst getrennt. Das Stielgerüst selbst wird - von wenigen Ausnahmen abgesehen - zur Weinerzeugung nicht benötigt. Weiße Trauben werden meist mit den Stielen abgepresst, der ablaufende Most aber ohne sie vergoren. Art und Qualität des Weins hängen von der Beschaffenheit der Beeren ab. Ihr Fruchtfleisch enthält den zuckerreichen Most, der vergoren wird. Der Saft hat eine graugrüne Farbe, gleich, ob es sich um weiße oder rote Beeren handelt. Rot wird ein Wein erst dann wenn die Schalen mitvergoren werden. Sie enthalten die Farbpigmente. Auch das Alter der Reben beeinflusst stark die Produktivität. Ihre besten Erträge geben sie zwischen dem 12. und 25. Lebensjahr. Danach nimmt ihre Leistung kontinuierlich ab. Die meisten Winzer hacken ihre Reben deshalb nach 25 Jahren aus und ersetzen sie durch neue. Die Lese ist der Höhepunkt eines jeden Weinjahres, aber auch der kritischste Punkt. Für den genauen Lesetermin gibt es kein Schema. Das Mostgewicht ist ein wichtiger Faktor für die Festlegung des Lesezeitpunkts. Auch für die Klassifizierung der Prädikatsweine ist das Mostgewicht ausschlaggebend. Mindestens ebenso wichtig ist die Zusammensetzung der Säuren und der Extrakt. Nur durch sorgfältige Leseplanung gelingt es, die Trauben in der Qualität, die der Weinberg hervorgebracht hat, auf die Kelter zu bringen.
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