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Prädikatsweine und ihre Reifstufen
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Erste Reifstufe: Kabinett
Gesunde, reife Traube.
Die Beeren sind weich, die Beerenhaut ist straff und noch grün. Der
Zuckergehalt hat aber noch nicht sein Maximum erreicht (in Österreich gilt
Kabinett noch nicht als Prädikatwein)
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Grad Oechsle
70
bis 80°
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KMW
*)
17°
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Zweite Reifstufe: Spätlese
Vollreife, meist noch gesunde Traube.
Die Beeren sind sehr weich, manchmal schon leicht faltig. Farblich
changieren sie ins Gelbgrüne. Die Traube ist idealerweise an dem Punkt,
an dem nachts genauso viel Zucker veratmet wie tags produziert wird.
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Grad Oechsle
mehr als 80°
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KMW
19°
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Dritte Reifstufe: Beerenauslese
Überwiegend aus überreifen edelfaulen
Beeren bestehende Traube.
Teilweise werden die edelfaulen Teile mit der
Schere aus der Traube geschnitten. Geringe Mostausbeute, aber hoher
Extrakt und hohe Konzentration an Fructose und Säure.
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Grad Oechsle
125
bis 159°
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KMW
25°
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Vierte Reifestufe: Trockenbeerenauslese
Vollständig edelfaule
Traube.
Die Trauben sind bereits zu Rosinen geschrumpelt
und enthalten nur noch wenig, dafür aber umso zucker- und
säurereicheren Saft. Oft müssen die edelfaulen Beeren auch mit den
Fingern oder der Pinzette aus der Traube "gepiedelt" werden.
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Grad Oechsle
über 160°
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KMW
mind. 30°
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*) KMW -
Klosterneuburger Mostwaage
Eine Besonderheit ist der Eiswein. Er stammt aus Trauben,
die bei Lese und Kelterung gefroren sein müssen. Die Lufttemperatur bei der
Lese soll mindestens bei -8°C liegen. Da in der Traubenbeere nur das Wasser
gefriert, besteht der ausgepresste Traubenmost aus viel Zucker, viel Extrakt,
reifen Säuren, Mineralstoffen und Spurenelementen.
Eiswein muss mindestens dem im jeweiligen Anbaugebiet für
Beerenauslese festgelegten Mindestalkoholgehalt entsprechen.
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